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Vollständige Version anzeigen : Autofocusgeschwindigkeit an der E-3


rudolpho
03.07.2011, 15:42
Meinen Gruß an das Forum!

Meine Olympusausstattung zum Kennenlernen des FT-Systems ist jetzt komplett. E-3, 35 mm, 14-42 mm und 40-150 mm stehen mir derzeit zur Verfügung. Samstag war ich unterwegs um Erfahrungen zu sammeln. Während dieser 3-stündigen Tour kam das 35 mm Macro auch zum Einsatz. Fotos lege ich bei, damit ihr eine Vorstellung bekommt was ich damit so fotografiere.

So, nach der Einleitung mein Problem mit der Bitte um Hinweise, wie es gelöst werden könnte:

Mit der optischen Leistung des Objektives bin ich zufrieden. Allerdings macht mir die Geschwindigkeit und die Treffsicherheit des Autofocus nicht viel Freude. Ich musste immerwieder mehrmals nachfocussieren, damit das Bild im Sucher scharf abgebildet war. Zusätzlich geht der Focus recht langsam.

Liegt das am Objektiv oder an der Kombination E-3 und 35 mm? Ist mit dem 50 mm Macro eine bessere Treffsicherheit und eine höhere AF-Geschwindigkeit zu erwarten?

Bei den Blumen ist es nicht so wichtig, ob der Focus gleich sitzt oder nicht. Bei den Insekten hat das schon mehr Bedeutung. Klar, für Insekten ist der Aufnahmeabstand schon grenzwertig, aber es geht gerade noch bei Käfer und Konsorten. Schmetterlinge usw sind weg bevor man ein Bild schafft.

Danke euch im Voraus für eure Unterstützung.

Recht schönen Gruß.
rudolpho

Burt
03.07.2011, 16:16
Hallo Rudolpho,

Nein! Ich denke nicht das Dich das 50er glücklicher machen wird,
weil beide als Makro eine viel feinere Gewindeschnecke als "normale" Zoom's eingebaut haben.
Das bewirkt auf der positiven Seite viel genauerses Fokussieren im Nahbereich, was bei den Aufnahmeentfernungen auch dringend angesagt ist!
An der anderen Hand, kann dies wie Du selbst beschreibst in ein Disaster ausufern, weil wir uns alle wärend des "langsamen" Fokussierens unwillkürlich selbst bewegen und der Fokus daher nie auf den Punkt zu kommen scheint... Weiters ist es Fatal, wenn der Fokus piepst auch nur eine zehntel Sekunde zum Auslösen verstreichen zu lassen! In dieser Zeit haben wir uns durch unsere Atmung/Herzschlag längst aus
dem nur wenige Millimeter tiefen Schärfebereich bewegt. Aus der Hand gilt: Wenn der AF Piept- drück ich SOFORT durch- jede Verzögerung funzt 99% nicht!
Dabei ist die Eigenbewegung des Objektes durch Wind, ecetera noch gar nicht bedacht...

rudolpho
03.07.2011, 19:29
Servus Herbert!

Da bleiben mir also zwei Möglichkeiten:

1. Ich verwende künftig ein Stativ für Nahaufnahmen. Damit geht mir die unbekümmerte Art meiner Fotogrfie verloren. Dafür habe ich die Makrofotografie entschleunigt und der langsame Fokus ist kein Problem, der passt dann ins "Konzept".

2. Ich beende meine erst kürzlich begonne Beziehung mit der E-3. Das heißt aber, auf die Vorteile verzichten, die das FT-System hat. :motz:

Auf jeden Fall danke ich dir für deine Info.

Schönen Gruß aus dem Weinviertel.
rudolpho

darksky
03.07.2011, 19:35
Du hast noch eine 3. Option: fokussiere manuell. Das sollte mit dem Sucher der E-3 eigentlich gut funktionieren. Die Probleme mit Autofokus und Makro wirst Du auch bei anderen Kameras haben.

viele Grüße,
Meik

Petterson
03.07.2011, 19:51
Servus Herbert!

Da bleiben mir also zwei Möglichkeiten:

1. Ich verwende künftig ein Stativ für Nahaufnahmen. Damit geht mir die unbekümmerte Art meiner Fotogrfie verloren. Dafür habe ich die Makrofotografie entschleunigt und der langsame Fokus ist kein Problem, der passt dann ins "Konzept".

2. Ich beende meine erst kürzlich begonne Beziehung mit der E-3. Das heißt aber, auf die Vorteile verzichten, die das FT-System hat. :motz:

Auf jeden Fall danke ich dir für deine Info.

Schönen Gruß aus dem Weinviertel.
rudolpho
Sorry, Rudolpho, aber beide Möglichkeiten kann ich irgendwie nicht nachvollziehen! Makroobjektive sind nun mal aufgrund ihrer Konstruktion, die wieder durch die ganz speziellen Anforderungen an diese Objektive bedingt sind, keine Sprinter. Und die Makrofotografie ist nun mal ein sehr spezieller Bereich mit besonderen Anforderungen auch an den Fotografen, wozu eben auch der sehr begrenzte Schärfebereich gehört. Damit muss man sich auseinandersetzen und es beherrschen lernen, wenn man denn in diesem Bereich fotografieren will, ganz unabhängig vom eingesetzten System. Insofern verstehe ich insbesondere Punkt 2 nicht. Womit hat es denn bisher soooo viel besser, schneller und unbeschwerter geklappt?

Wenn du den schnellen AF der E-3 nutzen willst, dann musst du sie auch mit den entsprechednen Objektiven ausstatten. Du aber schnallst vor einen Boliden die Einsteigerlinsen. Ist ungefähr so, als würdest du einen Porsche mit Reifen für den Käfer fahren und dich dann über die mangelnde Leistung des Porsche beschweren!;)

LG Stefan

rudolpho
03.07.2011, 20:22
Sorry, Rudolpho, aber beide Möglichkeiten kann ich irgendwie nicht nachvollziehen! Makroobjektive sind nun mal aufgrund ihrer Konstruktion, die wieder durch die ganz speziellen Anforderungen an diese Objektive bedingt sind, keine Sprinter. Und die Makrofotografie ist nun mal ein sehr spezieller Bereich mit besonderen Anforderungen auch an den Fotografen, wozu eben auch der sehr begrenzte Schärfebereich gehört. Damit muss man sich auseinandersetzen und es beherrschen lernen, wenn man denn in diesem Bereich fotografieren will, ganz unabhängig vom eingesetzten System. Insofern verstehe ich insbesondere Punkt 2 nicht. Womit hat es denn bisher soooo viel besser, schneller und unbeschwerter geklappt?

Wenn du den schnellen AF der E-3 nutzen willst, dann musst du sie auch mit den entsprechednen Objektiven ausstatten. Du aber schnallst vor einen Boliden die Einsteigerlinsen. Ist ungefähr so, als würdest du einen Porsche mit Reifen für den Käfer fahren und dich dann über die mangelnde Leistung des Porsche beschweren!;)

LG Stefan

Servus Petterson!

Du hast natürlich recht, das Makroobjektive für spezielle Anforderungen geschaffen sind und dass der begrenzte Schärfebereicht besondere Anforderungen stellt.

Meine Erfahrungen habe ich bei Canon, Nikon und Minolta gemacht. Die Objektive sind bei diesen Systemen flotter unterwegs, viiiiiiiel flotter. Aufgrund der Vorteile von FT habe ich mich so entschlossen, wie ich mich entschlossen habe. Das verhindert aber einen gewissen Aha-Effekt in der praktischen Arbeit nicht.

Dein Vergleich mit dem Porsche und den Reifen für den Käfer hinkt. Ich würde mir sofort das 1:2,0/50 mm bestellen, bzw werde das wegen des größeren Abstandes zum Objekt auch tun. Aber wie mir Herbert schreibt und ich mittlerweile im Netz recherchiert habe, ist auch mit diesem Profi-Objektiv keine Besserung zu erwarten. Gut Schärfe braucht halt Weile.

Es ist halt wie so oft im Leben: Die tägliche Arbeit bringt eine gewisse Ernüchterung, da kann man verliebt sein wie man will. Und damit gebe ich dir wieder recht: Ich werde mit diesem Nachteil lernen umzugehen und gut ist es.

Schönen Gruß.
rudolpho

wuesten_fuchs
03.07.2011, 22:40
Servus Herbert!

1. Ich verwende künftig ein Stativ für Nahaufnahmen. Damit geht mir die unbekümmerte Art meiner Fotogrfie verloren. Dafür habe ich die Makrofotografie entschleunigt und der langsame Fokus ist kein Problem, der passt dann ins "Konzept".

2. Ich beende meine erst kürzlich begonne Beziehung mit der E-3. Das heißt aber, auf die Vorteile verzichten, die das FT-System hat. :motz:
rudolpho

Da für mich das Fotografieren auch nur Hobby ist und nebenbei geschehen muß (unterwegs z.B. mit zwei kleinen Kindern), kommen Stativ oder andere aufwendige Techniken für mich einfach nicht in Frage.

Ich habe auch das 35/3.5, aber eine E-620. Über die Fokus-Geschwindigkeit kann ich nicht klagen, vielleicht mangels Vergleichsmöglichkeit.

Was das Vorgehen bei Makro-Aufnahmen betrifft: Ich wähle den den Ausschnitt und lasse die Kamera fokussieren. Dann halte ich mit halb gedrücktem Auslöser also diesen "gelockten" Fokus fest und prüfe noch mal in Ruhe (sofern möglich, je nach Objekt) den Ausschnitt und so weiter. Dann prüfe ich visuell im Sucher nochmals kurz den Fokus und korrigiere ggf. durch leichtes Bewegen mit dem Oberkörper (näher ran oder weiter weg) bis das Bild scharf ist und dann löse ich aus. Sozusagen S-AF + MF, nur daß ich den MF mit mir mache und nicht mit dem Objektiv. Das geht einfacher, schneller und mit weniger Verwacklungsgefahr als echter Nach-MF per Fokusring.

Nahaufnahmen in Bodennähe mache ich seit kurzem eher gern mit LiveView und Kontrast-AF. Der End-Fein-Fokus ist dann fast noch einfacher (nur mit den Armen leicht vor oder zurück, falls nötig).

Kai-Uwe

rudolpho
04.07.2011, 07:29
Nahaufnahmen in Bodennähe mache ich seit kurzem eher gern mit LiveView und Kontrast-AF. Der End-Fein-Fokus ist dann fast noch einfacher (nur mit den Armen leicht vor oder zurück, falls nötig).

Kai-Uwe

Servus Kai-Uwe!

Vielen Dank für deinen Beitrag. Meine Sorge ist auch, dass mit einem Stativ die unbekümmerte Fotografie auf der Strecke bleibt, auch wenn es die Aussage gibt: "Fotografieren tut man mit Stativ. Ohne Stativ ist es nur knippsen." Fühle mich aber wohl als Knippser.

Werde bei der nächsten Wanderung deinen Pendelfocus probieren.

Hatte gestern Premiere mit LiveView. Diese Technik ist mir völlig neu und ich bin begeistert. Bis jetzt war immer Bauchlage angesagt oder auf das Bild verzichten, wenn ich mich nicht in die Horizontale begeben konnte.

Guten Licht wünscht dir
rudolpho

Burt
04.07.2011, 08:39
Guten Morgen Rudolpho,

Ich verwende für meine Makros in der Regel auch kein Stativ, weil mich das zu sehr einschränkt.

Kai- Uwes Tip ist sehr gut und wenn Du zusätzlich die Live View Lupe anschmeisst
kannst Du per Abstandsänderung noch feiner auf den Punkt kommen. ;)

Aber auch hier liegt die Kraft in der Ruhe und üben, üben, üben... dann klappt's! :D

Das 50mm F2,0 ist nebenbei eines der besten Makros am Weltmarkt und daher immer eine Überlegung wert:
http://www.dpreview.com/lensreviews/olympus_50_2_o20/

....wobei schon das 35mm im Preis/ Leistungsverhältnis enorm viel bietet. :cool:

Petterson
04.07.2011, 10:53
Auch ich verwende meist kein Stativ, auch bei Makros nicht.:) Aber das verlangt halt ein wenig Übung und Geduld.

Noch ein Tipp zum AF bei Makro-Objektiven: Zumindest das 50/2,0 legt an Geschwindigkeit zu, wenn man zu Beginn kurz auf die ungefähre Entfernung vorfokussiert. Danach geht der eigentliche AF recht flott, solange man nicht zwischendurch auf ein Objekt in gänzlich anderer Entfernung fokussiert. Auf diese Weise kann ich über die AF-Gesschwindigkeit absolut nicht meckern. Sollte auch mit dem 35er funktionieren.

Dein Vergleich mit dem Porsche und den Reifen für den Käfer hinkt.
Na ja, der Vergleich bezog sich generell auf die von dir verwendeten Objektive (Standard-Kits). Leih dir mal ein 12-60 aus und du wirst staunen, was der AF der E-3 so drauf hat!:) Erst mit solchen Linsen spielt die E-3 all ihre Stärken aus!

LG Stefan

rudolpho
04.07.2011, 15:22
Na ja, der Vergleich bezog sich generell auf die von dir verwendeten Objektive (Standard-Kits). Leih dir mal ein 12-60 aus und du wirst staunen, was der AF der E-3 so drauf hat!:) Erst mit solchen Linsen spielt die E-3 all ihre Stärken aus!

LG Stefan

Servus Stefan!

Derzeit fotografiere ich mit dem 14-42 mm. Das 12-60 mm seht auf meiner Wunschliste ganz oben. Kommt Zeit, kommt Geld. :) Außerdem ist die derzeit vorhandene Ausrüstung als Versuchsballon zu sehen. Ich will keine große Summe ausgeben bevor ich mir nicht sicher bin, Olympus und ich passen zusammen. Ich hätte gerne das Geld auf dem Tisch liegen, das ich bei den verschiedenen Systemwechsel liegen hab lassen, weil ich mich sehr rasch für etwas begeistern kann. :cry: Konto im Kontenplan: Lehrgeld.

Die Vorteile des 12-60 SWD bringen mir bei Makroaufnahmen nichts. Ich darf aber schon festhalten, dass die eingebrachten Tips mir schon sehr helfen. Simpel eigentlich, dran denken muss man halt.

Schönen Gruß.
rudolpho