Vollständige Version anzeigen : Frage zum Bildrauschen
Kapitano
23.02.2010, 13:50
Gestern habe ich eine Fototour durch die Stadt gemacht (mit meiner Olympus E-520 und den beiden Kit-Objektiven, die ich habe) und wie ich heute die Fotos am PC betrachtet habe, fiel mir sogar bei ISO 100 ziemliches Bildrauschen auf. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich da beim Fotografieren nicht eventuell etwas falsch gemacht habe.
Okay, ich gebe zu, dass ich vergessen hatte, dass der ISO-Wert auf ISO 100 eingestellt war und nicht auf "Automatisch". So hatte ich relativ lange Verschlusszeiten. Ich blieb aber immer unter 1 Sekunde. Soweit ich weiß, können lange Verschlusszeiten auch zu Bildrauschen führen, aber auch schon bei Belichtungen unter 1 Sekunde?
Die verwendeten Blendenwerte gehen von 1:3.5 bis 1:10, wenn ich mich nicht irre. Mir ist prinzipiell aufgefallen, dass je weiter die Blende geöffnet ist, also wo mehr oder weniger nur der fokussierte Bereich scharf ist, der scharfe Bereich so gut wie gar kein Rauschen aufweist, während der unscharfe Bereich rauscht. Umgekehrt ist es so, dass bei kleinerer Blende auf dem gesamten Foto Bildrauschen zu sehen ist. Das alles ist aber, wie es aussieht, nicht immer so, genauso wie manche Fotos mit längeren Verschlusszeiten weniger rauschen als welche mit kürzeren. Ich bin mir also nicht sicher, obs an der Blende oder an der Verschlusszeit liegt.
Die Fotos wurden gemacht am Nachmittag und am Abend - und zwar in RAW. Und wie gesagt: Alle Fotos wurden mit ISO 100 gemacht. Liegt es eventuell daran, dass es einfach schon etwas dünkler war draußen? Oder hätte ich prinzipiell nicht mit ISO 100 fotografieren sollen?
Ach ja, das Bildrauschen sieht man eigentlich nur bei der 1:1-Darstellung. Verkleinert sieht man so gut wie nichts vom Bildrauschen. Dennoch weiß ich von früheren Fotos, dass auch bei einer 1:1-Darstellung oftmals kein oder kaum (also viel weniger) Rauschen zu sehen ist. Bildrauschen bei der 1:1-Darstellung ist natürlich unvorteilhaft, wenn man croppen will.
Moin,
meine erste Vermutung nach deiner Beschreibung ist, dass du eventuell die Gradation-Einstellung auf Auto hattest. Dann hellt die Kamera die dunklen Bereiche auf und dort rauscht es dann natürlich.
Wenn dem so ist, würde ich die Einstellung auf Normal setzen. Wenn man die Schatten doch aufhellen möchte, kann man das auch noch am PC machen. Beim RAW sowieso.
Wobei, da fällt mir ein - spielt das beim RAW überhaupt ne Rolle die Einstellung?
Schau trotzdem mal nach :)
Gruß,
Thies
Generell denke ich müsste die 520 genauso viel (wenig) rauschen wie die 620, einzige Sache die mir bis jetzt aufgefallen ist war diese Funktion "Gradation [AUTO] "
Damit werden zu helle Bildteile etwas abgemildert und zu dunkle leicht aufgehellt.
Als ich die Kamera neu hatte, habe ich diese Funktion gleich wieder abgestellt.
Damals war es meist zu dunkel, so das ich mit höheren ISO-Werten arbeiten musste.
Die Kombination "Gradation [AUTO] " und hohe ISO führt in den dunklen Bereichen zu einem unschönen rauschen.
Wo es jetzt wieder heller draußen ist und man wieder mit ISO 100 bis 400 auskommt ist diese "Gradation [AUTO] " sogar wieder brauchbar.
Da ich sowieso nur in RAW fotografiere juckt mich das nicht so sehr, da man das beim entwickeln in der Oly Software frei wählen kann.
Wenn es das bei deiner 520 nicht sein sollte wäre natürlich ein Beispielfoto sinnvoll.
Kapitano
23.02.2010, 14:05
Das könnte es sein! Die Gradation-Einstellung war wirklich auf "Auto" gestellt. Bei RAW-Fotos kann man das nachträglich glücklicherweise noch ändern. Habe es gerade ausprobiert und siehe da, die Fotos rauschen wirklich um einiges weniger. Natürlich sind sie dadurch auch wieder dünkler. Kann man die Fotos aufhellen, ohne dass so ein Bildrauschen entsteht?
Da war der Thies vorhin schneller als ich :)
In Situationen wo ich so was voraus sehe mache ich lieber eine Belichtungskorrektur von +0,3
Kapitano
23.02.2010, 14:15
Danke euch beiden! :)
Die Belichtungskorrektur gefällt mir vom Rauschverhältnis auf jeden Fall besser als die "Gradationsautomatik". :)
Edit: Zum Glück fotografiere ich im RAW-Format. So kann ich wenigstens die Fotos von gestern alle "retten", indem ich überall die Gradation-Einstellung auf "Normal" stelle und eine Belichtungskorrektur mache. Was mir aber in diesem Zusammenhang noch einfällt: Man kann ja mit der Kamera selbst die Fotos auch nachbearbeiten. Dort gibt es die Funktion "Gegenlichtkorrektur". Was bringt diese Funktion genau? Und kann man diese auch irgendwie im Vorhinein aktivieren, falls diese etwas bringt bzw. den Effekt auch außerhalb der Kamera erzielen?
nick_1356
23.02.2010, 19:01
Hätte da auch noch was zu "Gradation [AUTO] " und RAW mit Master 2 (http://forum.olympioniken.de/showthread.php?t=2577) genau so Studio 2
Kapitano
26.02.2010, 03:58
Ich habe noch ein wenig herumgespielt mit der Gradation und der Belichtungskorrektur und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es für manche schwierigen Motive wohl keine perfekte Lösung gibt. Durch die Belichtungskorrektur entsteht zwar weniger Rauschen, dafür kann man eben nur das ganze Foto heller oder dünkler machen, nicht aber einzelne Stellen davon. Müssen manche Stellen heller, manche dünkler gemacht werden, so bleibt nur die Gradation auf "Auto", auch wenn die Fotos dann ein wenig mehr rauschen. Die Belichtung ist dadurch aber wenigstens ausgewogen. Wie gesagt, die Rede ist von schwierigen Motiven. Und dafür ist die Gradation auf "Auto" wohl auch da.
Ich habe meine E-620, also auch diese Funktion Gradation Auto auch noch nicht so lange, muss aber mittlerweile feststellen das es eine Einstellung für (faule) ist :)
Das reduzieren der Lichter und erhöhen der Tiefen kann man mit jeder Software feinfühliger hin bekommen.
Schade das Olympus dort keine zusätzliche Einstellung anbietet.
Gerade bei meinen ersten Nahaufnahmen von Blumen habe ich gesehen das diese Auto-Funktion die Bildwirkung meist zerstört.
Für mich ist das aber kein Problem da ich mir angewöhnt habe in RAW+JPG zu arbeiten, wenn mir dann danach ist kann ich in Olympus Master immer noch die Einstellung Gradation Auto wählen.
Aber in der Kamera habe ich es nicht mehr eingestellt, denn es ist leichter ein JPG ohne Gradation Auto zu optimieren, als bei ein von der Kamera angepassten, das rauchen in den aufgehellten dunklen Bereichen wieder zu entfernen.
Kapitano
26.02.2010, 22:29
Kann ich das alles auch in OLYMPUS Master 2 machen oder brauche ich dazu ein anderes Programm zur Bildbearbeitung? Oder gar eine Kombination aus mehreren Programmen?
Danke auf jeden Fall für eure Hilfe! :)
Kapitano
14.03.2010, 11:18
Gibt es noch andere Programme, mit denen das machbar ist?
onkeldid
14.03.2010, 11:35
Für Apple "Aperture" für Windows "Lightroom", "Photoshop" und kostenlos z.B. "RawTherapie" um nur einige zu nennen.
Kannst dich ja evtl. mal auf fotofreeware.de umsehen oder dir ein paar Testversionen von den Bezahlprogrammen runterladen und schauen welches dir am besten gefällt/zusagt.
Viel Erfolg!
David
Moin,
soweit ich weiß gibt es von Silkypix eine Free-Version.
Ich besitze die Vollversion und bin voll zufrieden mit dem Programm. Die einzige Einschränkung der Free-Version ist glaube ich, dass man einen Werbebanner hat und man keine Stapelverarbeitung geht. Zweiteres war der Grund für mich die Vollversion zu kaufen :)
Bei Silkypix kann man jedenfalls die Gradationkurve bearbeiten und es läuft sowohl auf Windows, als auch auf Mac
Es gibt auch eine Testversion der Vollversion für einen Monat.
Gruß,
Thies
Kapitano
16.03.2010, 11:03
RawTherapee sieht interessant aus. Und kostenlos ist es auch. Wunderbar! Das werde ich einmal ausprobieren. :)
Danke auf jeden Fall für diesen Tipp! :)
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